Fast auf den Tag genau ein halbes Jahr nachdem
EA mit
EA Sports Active ein durchaus passables Trainingsspiel für die Wii auf den Markt gebracht hat, hat der Konzern im November 2009 einen Nachfolger veröffentlicht.
EA Sports Acvtive: Mehr Workouts kommt somit gerade rechtzeitig als Motivator um im kommenden Frühling über Weihnachten angefressenes Gewicht wieder abzutrainieren. Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich aber nicht um ein vollwertiges neues Spiel, sondern um ein Workout-Pack zum ersten Teil. Zwar ist
EA Sports Active: Mehr Workouts auch ohne dass eine Speicherdatei des Hauptspiels vorhanden ist lauffähig, allerdings benötigt man das Flexband und die Schlaufen, die beim Erstling noch beigepackt waren. Diese kann man zwar separat kaufen, besitzt man den Vorgänger nicht, sollte man aber stattdessen gleich zu diesem greifen, da man so deutlich günstiger trainieren kann.

Wie es sich für ein Erweiterungspaket gehört, kann man als Besitzer von
EA Sports Active im direkten Nachfolger
Mehr Workouts das Profil aus dem ersten Teil importieren. So kann man zum einen seine Einstellungen, zum anderen seine Trainingsdaten übernehmen. Wenig erstaunlich ist, dass leider die neue Disc die des Vorgängers nicht obsolet macht. Möchte man die Übungen des Vorgängers nutzen, so muss man weiterhin die Disc des Erstlings verwenden. Die grundlegenden Möglichkeiten des Spiels entsprechen dem direkten Vorgänger. Man hat die Wahl zwischen zwei verschiedenen Trainingswegen. Zunächst einmal gibt es ein spezielles 30 Tage Trainingsprogramm, das dem Spieler jeden Tag eine Reihe von Trainingsaufgaben stellt, um so den persönlichen Trainingsfortschritt gut nachvollziehen zu können. Möchte man sich aber nicht so lange an das Spiel binden, so kann man auch einfach einzelne Trainingsprofile verwenden, oder aber sich selbst ein Training aus den verschiedenen Minispielen die im Spiel enthalten sind zusammen stellen. Diese Zusammenstellungen können gespeichert und beliebig oft wiederholt werden.

Die Minispiele, welche das Spiel bietet, sind alle auf den Trainingseffekt ausgelegt und anders als bei
Wii Fit steht der Spielspaß absolut nicht im Vordergrund. Marble Madness auf dem Balance Board beispielsweise mag viel Spaß gemacht haben, einen Trainingseffekt kann man dem jedoch kaum zuschreiben und gleiches galt für einen großen Teil der Spiele in
Wii Fit. Bei
EA Sports Active hingegen wird richtig geschwitzt. So gibt es unter anderem ein Boxspiel, bei dem man mit Wii-Remote und Nunchuk boxen muss, Kniebeugen, Squash, Laufspiele, Bizeps Curls und Trizeps-Übungen. Insgesamt ist das Training sehr konditionsbasiert und tatsächlich anstrengend. Leider ist aber der zweite Teil noch einseitiger geworden als der Erstling und der Anspruch ist dabei nicht gestiegen. Kardio und Aerobic nehmen einen sehr großen Raum ein, Krafttraining hingegen ist eher im Hintergrund. Die Übungen mit dem Fitnessband sind weiterhin eher eine Form von Bewegungstherapie als ernstzunehmendes Training und so ist das Oberkörpertraining wieder keine Herausforderung.

Immerhin sind gleich 5 Bauchübungen im Spiel vorhanden, die allesamt gut gelungen sind und bei korrekter Ausführung einen kräftigeren Bauch garantieren. Somit vervollständigt sich das Bild, dass
EA Sports Active fast ausschließlich an Frauen gerichtet ist, denn während das klassische Bauch-Beine-Po-Training gelungen ist, ist das Spiel abseits dessen kaum zu gebrauchen. Gerade bei den Kräftigungsübungen fällt allerdings unangenehm auf, dass die Bewegungserkennung mit Wii-Remote und Nunchuk alles andere als optimal ist. Insbesondere ist die Fehlererkennung bei der Bewegungsausführung absolut rudimentär. Das Spiel gibt dem Spieler zwar Hinweise, wie man die Übung korrekt ausführt, wer sich dadurch aber dazu verleiten lässt, anzunehmen, dass das Spiel grobe Fehler in der Bewegungsausführung erkennt, irrt. Insofern steht also die Eigenverantwortung des Spielers im Vordergrund, die Anweisungen vorher genau zu lesen, um den eigenen Körper nicht zu schädigen.