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Test
World of Zoo Test
Artikel erstellt von Yoshi am 27.12.2009 | 0 Kommentar(e)
Cover
USK
Medium:
Disc
Genre:
Simulation
Entwickler:
Blue Fang Games
Publisher:
THQ
Release:
06.11.2009
Release-Preis:
ca. 50 EUR
Spieler:
1-4
Steuerung:
Wii-Remote
Screenshots:
Seiten (2): [1] | 2 | weiter

Wohin das Auge aktuell auf dem Nintendo DS und der Wii sieht, überall erblickt man Tiere in allerlei Formen. Losgetreten hat die Welle zweifelsohne Nintendogs, doch seitdem hat sich der Trend verselbständigt und wird von immer neuen Titeln von allen möglichen Publishern weiter angefacht. Die Konsequenz ist natürlich, dass auf der einen Seite die Zielgruppe auf den beiden Plattformen stark vertreten ist, auf der anderen Seite aber, dass die Konkurrenz groß ist und dass man sich schon etwas Besonderes einfallen lassen muss, um aus der Masse der Tier-Spiele in irgendeiner Form hervorzustechen. THQ bringt dieser Tage mit World of Zoo für PC, Nintendo DS und Wii einen weiteren Titel heraus, der voll in die Kerbe „Knuddelige Tiere für die Jüngeren“ schlägt. Doch handelt es sich um eine wertvolle Ergänzung oder ist hier Langeweile garantiert?

In World of Zoo schlüpft man in die Rolle eines Tierpflegers im Zoo, der allerdings in seinen Spiel-typischen Aufgaben ein wenig beschnitten ist. Während man sich in den meisten Zoo-Spielen um die Organisation des Zoos kümmern und insbesondere auch finanzielle Angelegenheiten planen muss, dreht sich dieses Spiel ausschließlich um die Tiere. Im Spiel sieht man den Zoo nur aus der Vogelperspektive in Form einer Karte, auf der die verschiedenen Gehege symbolisch durch ein Bild des jeweiligen Tiers gekennzeichnet werden. Zudem werden spezielle Gebäude zur Auswahl gestellt, in denen man sich um Tierbabys kümmern oder den Multiplayermodus betreten kann. Die Steuerung erfolgt ausschließlich über die Wii-Remote und ist nicht sonderlich kompliziert. Man steuert einen Pointer über den Bildschirm, der normalerweise die Form einer Hand hat. Aus einem Menü, das durch eine Tasche symbolisiert wird, kann man Items auswählen, die man verwenden kann, um die Tiere im Zoo zu pflegen und zu unterhalten.

So kann man seine Tiere füttern, auf Schatzjagd im - sehr beschaulichen - Gehege gehen, Kot aufsammeln, die Tiere säubern oder heilen, sofern sie mal krank sind. Natürlich ist es auch möglich, die Tiere mit allerlei Nahrung zu füttern. Möchte man ein Tier streicheln, so kann man es einfach doppelt anklicken und es kommt ganz nah an den Bildschirm heran. Mit gedrückt gehaltenem A-Knopf kann man dann per Bewegung der Wii-Remote seine Tiere streicheln. Zu Beginn des Spiels kann man je Gattung nur ein Tier in sein Gehege bringen, später schaltet man aber mehr und mehr Slots frei um mehr Tiere in das Gehege setzen zu können. Erst wenn die Gehege etwas voller sind, bekommt man im Spiel ernsthaft etwas zu tun, einzelne Tiere sind weniger interessant zu beglücken. Auch bezüglich der Items ist man im Spiel zunächst arg in seiner Auswahl beschränkt, schaltet aber mit der Zeit immer weitere Items frei. Die meisten Items sind aber leider recht uninteressant gestaltet, so dass man sie einfach aus dem Menü in die Spielwelt wirft, damit sich die Tiere selbständig daran amüsieren. Ausnahmen von dieser Regel sind insbesondere Items zur Pflege der Tiere und des Geheges, sowie zur medizinischen Versorgung. Beispielsweise verfügt man im Spiel über einen Scanner, mit dessen Hilfe man Krankheiten von Tieren finden kann, indem man ihn an der korrekten Stelle auf das Tier richtet. Leider reicht bereits die korrekte Diagnose aus, um eine Krankheit zu heilen und viel Druck bereitet das Spiel dem Spieler auch nicht, zeitnah eine Lösung des Problems zu finden, wenn mal ein Tier erkrankt ist.

Wenn man sich eine Weile um ein Tier kümmert, füllt sich eine Herzleiste am oberen Bildschirmrand. Sind alle fünf Herzen gefüllt, so erhält man neue Objekte für sein Menü, mit denen man sein Tier beglücken kann. Indem man anschließend die Herzen wiederholt noch einmal füllt, kann man immer weitere Objekte freischalten. Leider ändert das spielerisch nichts, die Objekte, die hinzukommen, sehen nur anders aus, werden aber ebenfalls einfach nur in der Spielwelt abgesetzt, so dass das Tier sich daran erfreuen kann. Um das Ganze wenigstens ein bisschen wie ein Videospiel wirken zu lassen, statt wie einen langweiligen Streichelzoo mit etwas Instandhaltungsarbeit, zeigen die Tiere über Denkblasen an, was sie sich aktuell von dem Spieler wünschen. Praktischerweise kann man das Objekt gleich aus dem Menü selektieren, indem man einfach die Sprechblase mit dem Pointer berührt und den A-Knopf drückt. Welchen Sinn das ganze so aber noch hat, sei dahingestellt, Spielspaß sucht man jedenfalls absolut vergeblich. Erschwerend kommt hinzu, dass das Verhalten der Tiere auch schlichtweg langweilig ist und nichts Interessantes im Spiel passiert.

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